Padel Regeln: So funktioniert das Spiel für Einsteiger
Das Wichtigste in Kürze
- Gespielt wird meist im Doppel auf einem 20 mal 10 Meter großen Platz
- Gezählt wird wie im Tennis, oft mit Golden Point beim Einstand
- Der Aufschlag erfolgt von unten, nach einem Bodenaufsprung, diagonal ins Feld
- Die eigenen Wände darfst du nach dem Bodenaufsprung mitspielen
- Zwei Bodenkontakte oder Gitterkontakt auf der Gegnerseite beenden den Punkt
Padel ist die am schnellsten wachsende Rückschlagsportart in Europa, und der Einstieg fällt leichter, als viele denken. Sobald du die Grundregeln einmal verstanden hast, kannst du nach wenigen Minuten dein erstes Match spielen. Hier bekommst du die wichtigsten Padel-Regeln Schritt für Schritt erklärt: vom Platz über den Aufschlag bis zur Zählweise.
Was ist Padel eigentlich?
Padel wird fast immer im Doppel gespielt, also zwei gegen zwei. Der Platz ist von Glas- und Gitterwänden umgeben, und genau das macht den Reiz aus: Der Ball bleibt im Spiel, auch wenn er von der Wand zurückkommt. Padel verbindet Elemente aus Tennis und Squash, ist aber deutlich einfacher zu erlernen, weil der Schläger kompakt ist und die Wände dir mehr Zeit geben. Wie sich Padel genau von Tennis, Squash und Badminton unterscheidet, liest du in unserem Vergleich der vier Sportarten.
Wie sieht ein Padel-Platz aus?
Ein Padel-Platz ist 20 Meter lang und 10 Meter breit und damit deutlich kleiner als ein Tennisplatz. In der Mitte teilt ein Netz das Feld, das zur Mitte hin etwa 88 Zentimeter hoch ist. Rundherum sorgen Wände aus Glas und Metallgitter dafür, dass der Ball im Feld bleibt. Auf jeder Seite gibt es zwei Aufschlagfelder, die durch eine Linie vom hinteren Bereich getrennt sind. Anders als beim Tennis gehören die Wände fest zum Spiel dazu, ähnlich wie beim Squash.
Wie wird beim Padel gezählt?
Die Zählweise ist identisch mit der im Tennis. Ein Spiel läuft über 15, 30, 40 und dann den Spielgewinn. Steht es 40 zu 40, spricht man von Einstand. In vielen Ligen und auf vielen Plätzen gilt dann der sogenannte Golden Point: Der nächste Punkt entscheidet das Spiel direkt. Wer zuerst sechs Spiele mit zwei Spielen Vorsprung gewinnt, holt sich den Satz, bei 6 zu 6 folgt ein Tie-Break. Ein Match geht in der Regel über zwei Gewinnsätze.
Wie funktioniert der Aufschlag?
Der Aufschlag ist beim Padel bewusst einfach gehalten und wird immer von unten gespielt. So läuft er ab:
- Du lässt den Ball einmal auf dem Boden aufspringen und triffst ihn dann unterhalb der Hüfte.
- Der Aufschlag geht diagonal in das gegenüberliegende Aufschlagfeld und muss dort zuerst aufspringen.
- Du hast zwei Versuche, genau wie beim Tennis der erste und zweite Aufschlag.
- Berührt der Ball nach dem Aufspringen die Seitenwand im Feld, bleibt er gültig. Trifft er das Metallgitter, ist der Aufschlag ungültig.
Wann darf ich die Wände mitspielen?
Das ist das Herzstück von Padel. Springt der Ball auf deiner Seite zuerst auf dem Boden auf und geht dann an deine eigene Glaswand, darfst du ihn von der Wand zurück ins Spiel bringen. Direkt gegen die eigene Wand spielen, ohne dass der Ball vorher über das Netz kommt, ist nicht erlaubt. Auf die gegnerische Wand darfst du den Ball nur über das Netz spielen, danach darf er dort abprallen. Diese Wandregel macht die langen, taktischen Ballwechsel möglich, die Padel so unterhaltsam machen.
Wann ist der Ball aus?
Ein Punkt ist beendet, wenn der Ball zweimal auf dem Boden aufspringt. Aus ist der Ball außerdem, wenn er auf der gegnerischen Seite das Gitter oder einen Pfosten berührt, bevor er den Boden trifft, oder wenn er das Feld ganz verlässt. Merke dir einfach: Ein Bodenkontakt ist erlaubt, der zweite beendet den Ballwechsel.
Wie fängst du am besten mit Padel an?
Am einfachsten startest du zu viert: Bucht euch eine Stunde auf einem Padel-Platz, denn Courts gibt es inzwischen in vielen Städten. Zum Ausprobieren reichen ein Leih- oder Einsteiger-Schläger und ein Satz Bälle. Konzentrier dich anfangs auf saubere, ruhige Schläge statt auf Tempo, und nutze die Wände bewusst, um den Ball im Spiel zu halten. Nach ein, zwei Sessions bekommst du ein Gefühl für die Abpraller, und genau dann macht Padel am meisten Spaß.
Kurz gesagt: Padel spielst du im Doppel, zählst wie im Tennis, schlägst von unten auf und darfst die eigenen Wände nach dem Aufspringen mitnehmen. Mehr musst du für dein erstes Spiel nicht wissen.
Fang mit einem etwas weicheren Schläger in Tropfen- oder Rundform an, der verzeiht Fehler und gibt dir mehr Kontrolle. Und trau dich, die Wände einzubauen: Sobald du den Ball von der Glaswand nimmst, macht Padel richtig Spaß. Komm gern im Laden vorbei, ich zeige dir den passenden Einsteiger-Schläger.
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